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von-Tschammer-Pokal
1942

  1.Runde      
20.07.42 VfB Königsberg Militär TV Ponarth 6:0
20.07.42 SV Neufahrwasser Luftwaffen SV Heiligenbeil 3:2 n.V.
20.07.42 HuS Marienwerder Luftwaffen SV Stettin 1:2
20.07.42 Stettiner SC Luftwaffen SV Püttnitz 1:2
20.07.42 Blau-Weiß 90 Berlin Lufthansa Berlin 3:0
20.07.42 Sportfreunde Halle Minerva 93 Berlin 1:2
20.07.42 SpVgg. Breslau 02 Luftwaffen SV Görlitz 12:3
20.07.42 Luftwaffen SV Boelcke Krakau TuS Lipine 2:5
20.07.42 Luftwaffen SV Reinecke Brieg Ludtwaffen SV Olmütz 3:1
20.07.42 Germania Königshütte Luftwaffen SV Adler Deblin 3:5
20.07.42 NSTG Falkenau SC Planitz 3:1
20.07.42 Döbelner SC NSTG Prag 4:1
20.07.42 SV Dessau 05 Eintracht Braunschweig 2:0
20.07.42 Werder Bremen Victoria Hamburg 5:1
20.07.42 Hamburger SV Eimsbütteler TV 6:0
20.07.42 SV Hannover 96 Fortuna Leipzig 3:3 n.V.
20.07.42 Borussia Fulda Westende Hamborn 1:6
20.07.42 Schwarz-Weiß Esch Stadt FV Düdelingen 2:5
20.07.42 Victoria Köln SpVgg. Köln-Sülz 07 2:3
20.07.42 SV Hamborn 07 FC Schalke 04 0:2
20.07.42 Arminia Bielefeld Luftwaffen SV Gütersloh 4:0
20.07.42 Rot-Weiß Essen VfL Köln 99 2:5
20.07.42 FC Hanau 93 1.FC Schweinfurt 05 2:1
20.07.42 SV Waldhof 07 VfR Mannheim 3:1
20.07.42 1.FC Kaiserslautern Kickers Offenbach 2:3
20.07.42 Borussia Neunkirchen SS Straßburg 4:5
20.07.42 VfB Stuttgart TSG 1861 Ludwigshafen 6:1
20.07.42 FC 93 Mülhausen Rasensport Straßburg 2:1
20.07.42 SG Böblingen Stuttgarter Kickers 2:3
20.07.42 Eintracht Frankfurt SpVgg. Fürth 4:1
20.07.42 TSV 1860 München Rapid Wien 5:3
20.07.42 Wiener SC Vienna Wien 1:2
  1.Runde, Wiederholungsspiel      
27.07.42 Fortuna Leipzig SV Hannover 96 4:2
  2.Runde      
09.08.42 Luftwaffen SV Stettin VfB Königsberg 4:1
09.08.42 Luftwaffen SV Pütnitz SV Neufahrwasser 3:2
09.08.42 TuS Lipine SpVgg. Breslau 02 4:0
09.08.42 Luftwaffen SV Adler Deblin Luftwaffen SV Reinecke Brieg 7:1
09.08.42 Westende Hamborn Arminia Bielefeld 1:0
09.08.42 Stadt FV Düdelingen SpVgg. Köln-Sülz 07 2:0
09.08.42 VfL Köln 99 Werder Bremen 1:2
09.08.42 FC Schalke 04 Eintracht Frankfurt 6:0
09.08.42 Kickers Offenbach FC Hanau 93 3:1
09.08.42 Stuttgarter Kickers TSV 1860 München 1:3
09.08.42 SS Straßburg SV Waldhof 07 5:4 n.V.
09.08.42 FC 93 Mülhausen VfB Stuttgart 0:2
09.08.42 NSTG Falkenau Vienna Wien 4:0
09.08.42 SV Dessau 05 Döblner SC 5:3
09.08.42 Hamburger SV Minerva 93 Berlin 2:0
09.08.42 Fortuna Leipzig Blau-Weiß 90 Berlin 0:3
  Achtelfinale      
30.08.42 TuS Lipine Luftwaffen SV Adler Deblin 4:1
30.08.42 Luftwaffen SV Stettin Luftwaffen SV Pütnitz 4:1
30.08.42 Werder Bremen Kickers Offenbach 6:1
30.08.42 FC Schalke 04 Westende Hamborn 4:1
30.08.42 TSV 1860 München SS Straßburg 15:1
30.08.42 VfB Stuttgart Stadt FV Düdelingen 0:2
30.08.42 Hamburger SV SV Dessau 05 3:4
30.08.42 Blau-Weiß 90 Berlin NSTG Falkenau 4:1
  Viertelfinale      
27.09.42 SV Dessau 05 FC Schalke 04 0:4
27.09.42 Stadt FV Düdelingen TSV 1860 München 0:7
04.10.42 TuS Lipine Blau-Weiß 90 Berlin 4:1
04.10.42 Werder Bremen Luftwaffen SV Stettin 4:1
  Halbfinale      
25.10.42 TSV 1860 München TuS Lipine 6:0
25.10.42 FC Schalke 04 Werder Bremen 2:0

Endspiel

15. November 1942 im Olympiastadion, Berlin  
2:0
TSV 1860 München FC Schalke 04  
Hans Keis - Georg Pledl (K), Franz Schmeißer - Josef Rockinger, Georg Bayerer, Rolf Kanitz - Martin Schiller, Ludwig Janda, Heinz Krückeberg, Ernst Willimowski, Engelbert Schmidhuber
Trainer: Max Schäfer
Heinz Flotho - Heinz Hinz, Otto Schweißfurth - Hans Bornemann, Otto Tibulski, Walter Berg - Ernst Kalwitzki, fritz Szepan, Hermann Eppenhoff, Ernst Kuzorra (K), Adolf Urban
Trainer: Otto Faist
 
1:0 Willimowski (80.)
2:0 Schmidhuber (89.)
   
Zuschauer: 80.000 Schiedsrichter: Albert Multer (Landau)  

Spielbericht:

Im achten Tschammerpokal-Endspiel standen sich die junge Mannschaft des SV 1860 München und der fünfmalige Pokalfinalist FC Schalke 04 gegenüber. Die Fußballmeisterschaft 1941/42 hatten die Münchner als Dritter der Gauliga Bayern abgeschlossen, während die Gelsenkirchner als Meister in das Endspiel gingen. Damit war die Frage nach dem Favoriten eindeutig geklärt. Bei trübem Wetter begann der Meister mit seinem gewohnten Kreiselspiel – Sicherheitsfußball, um die gegnerische Mannschaft ins Leere laufen zu lassen. Die Sechziger waren jedoch auf diese Taktik vorbereitet und antworteten darauf mit Angriffsfußball. Dieser blieb jedoch zunächst wirkungslos, weil Münchens Angreifer Ernst Willimowski und Heinz Krückeberg immer wieder in der Schalke-Abwehr hängenblieben. Die meisten Spielszenen fanden im Mittelfeld statt, ohne dass sich eine Mannschaft einen Vorteil verschaffen konnte. Nach torloser erster Halbzeit begann auch die zweite Spielhälfte ohne zwingende Tormöglichkeiten. Während Schalke wirkungslos an seinem Kreiselspiel festhielt, zogen sich die Münchner zurück und verließen sich zunächst auf ihre stabile Abwehr. Auch ihr Mittelfeld konnte keine Akzente setzen, Ludwig Janda und Engelbert Schmidbauer spielten ideenlos. Nach 70 Minuten harmlosen Geplänkels entschlossen sich die Bayern endlich, ihre Offensive zu forcieren. Ihren Stümern gelang es nun, sich von ihren Bewachern zu lösen und gefährlich vor dem gegnerischen Tor aufzutauchen. Ihre Bemühungen hatten bald Erfolg, denn in der 79. Minute gelang es dem halbrechten Stürmer Willimowski, aus kurzer Distanz das 1:0 für München zu erzielen. Daraufhin erwachte das Spiel aus seiner Lethargie, denn auch Schalke schaltete nun auf Angriffsfußball um. Die Münchner konnten sich jedoch auf ihren sicheren Torwart Hans Keis verlassen, der zahlreiche Chancen der Knappen zunichte machte. 1860 verlegte sich nun auf Konterangriffe und war damit in der Schlussminute erneut erfolgreich. Ihr Linksaußenstürmer Schmidbauer startete von der Mittellinie einen Alleingang und erzielte, nachdem er Schalke-Torwart Flotho ausgespielt hatte, den 2:0-Endstand.

 

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