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von-Tschammer-Pokal
1939

  1.Runde      
20.08.39 Masovia Lyck Militär SV von der Goltz Tilsit abges.
20.08.39 1.SV Jena SC Göttingen 05 3:4
20.08.39 NSTG Warnsdorf Sportfreunde Leipzig 2:3
20.08.39 Polizei SV Danzig Viktoria Stolp 2:3
20.08.39 Union Obwerschöneweide Blau-Weiß 90 Berlin 1:2
20.08.39 VfB Coburg Rapid Wien (TV) 1:6
20.08.39 SpVgg. Leipzig-Lindenau Vorwärts Rasensport Gleiwitz 1:2
20.08.39 Hertha BSC Berlin SC Planitz 6:2
20.08.39 Phönix Karlsruhe Stuttgarter Kickers 3:5
20.08.39 FC Singen 04 1.FC Nürnberg 1:3
20.08.39 Vienna Wien BC Hartha 2:3 n.V.
20.08.39 Borussia Neunkirchen VfL Benrath 4:1
20.08.39 Vorwärts Hamburg Fortuna Düsseldorf 1:3
20.08.39 FSV Frankfurt Mülheimer SV 5:3
20.08.39 Concordia Plauen Victoria Hamburg 5:3
20.08.39 SV Dessau 05 Tennis Borussia Berlin 1:2
20.08.39 Kurhessen Kassel SpVgg. Köln-Sülz 07 0:5
20.08.39 VfR Mannheim Westende Hamborn 2:3 n.V.
20.08.39 ASV Blumenthal Polizei SV Hamburg 3:4 n.V.
20.08.39 SV Hamborn 07 Hamburger SV 1:3
20.08.39 SV Beuel 06 Eintracht Frankfurt 0:5
20.08.39 Admira Wien SV Waldhof 07 0:1
20.08.39 VfB Alsum FC Schalke 04 0:13
20.08.39 VfB Bielefeld VfL Osnabrück 1:3
20.08.39 1.FC Schweinfurt 05 Wacker Wien 2:3 n.V.
20.08.39 VfB Mühlburg SpVgg. Bad Cannstatt 2:0
20.08.39 VfL Köln 99 Wormatia Worms 9:0
20.08.39 Eimsbütteler TV Borussia Dortmund 2:3
20.08.39 Neumeyer Nürnberg CSC 03 Kassel 7:3
20.08.39 VfL Halle 99 Dresdner SC 0:3
20.08.39 Thüringen Weida Berliner SV 92 1:2
20.08.39 SV Klettendorf Minerva 93 Berlin 3:0
  2.Runde      
03.12.39 VfL Osnabrück FC Schalke 04 3:2
03.12.39 Berliner SV 92 SV Klettendorf 6:1
03.12.39 Tennis Borussia Berlin Concordia Plauen 4:1
03.12.39 Eintracht Frankfurt SV Waldhof 07 0:1 n.V.
03.12.39 Borussia Dortmund VfL Köln 99 1:6
03.12.39 Viktoria Stolp Blau-Weiß 90 Berlin 1:3
03.12.39 1.FC Nürnberg Stuttgarter Kickers 2:1
03.12.39 Wacker Wien VfB Mühlburg 4:2
03.12.39 Borussia Neunkirchen BC Hartha 1:2 n.V.
03.12.39 Hamburger SV Polizei SV Hamburg 11:2
03.12.39 Dresdner SC Neumeyer Nürnberg 1:2
03.12.39 Vorwärts Rasensport Gleiwitz Hertha BSC Berlin 5:2
03.12.39 Sportfreunde Leipzig SC Göttingen 05 3:1
03.12.39 Fortuna Düsseldorf FSV Frankfurt 4:0
03.12.39 SpVgg. Köln-Sülz 07 Westende Hamborn 1:2 n.V.
  Rapid Wien (TV)   Freilos
  Achtelfinale      
10.12.39 Blau-Weiß 90 Berlin Sportfreunde Leipzig 9:2
10.12.39 BC Hartha 1.FC Nürnberg 0:1
10.12.39 Neumeyer Nürnberg Berliner SV 92 2:1
10.12.39 Rapid Wien (TV) Vorwärts Rasensport Gleiwitz 6:1
10.12.39 VfL Köln 99 Wacker Wien 1:3
10.12.39 Fortuna Düsseldorf Tennis Borussia Berlin 8:1
10.12.39 Hamburger SV Westende Hamborn 2:0
10.12.39 SV Waldhof 07 VfL Osnabrück 4:0
  Viertelfinale      
07.01.40 Blau-Weiß 90 Berlin Rapid Wien (TV) 1:7
07.01.40 1.FC Nürnberg Fortuna Düsseldorf 3:1
07.01.40 SV Waldhof 07 Hamburger SV 6:2
07.01.40 Wacker Wien Neumeyer Nürnberg 7:4
  Halbfinale      
31.03.40 Rapid Wien (TV) 1.FC Nürnberg 0:1
31.03.40 SV Waldhof 07 Wacker Wien 1:1n.V.
  Halbfinale, 1.Wiederholungsspiel      
07.04.40 Wacker Wien SV Waldhof 07 2:2 n.V.
  Halbfinale, 2.Wiederholungsspiel      
14.04.40 Wacker Wien SV Waldhof 07 0:0 n.V.*

* Los für SV Waldhof 07

Endspiel

28. April 1940 im Olympiastadion, Berlin  
2:0
1.FC Nürnberg SV Waldhof 07  
Georg Köhl - Willi Billmann (K), Hans Uebelein - Georg Luber, Wilhelm Sold, Heinz Carolin - Karl Gußner, Max Eiberger, Julius Uebelein, Alfred Pfänder, Willi Kund
Trainer: Alv Riemke
Hubert Fischer - Helmut Schneider, Georg Siegel - Hanns Mayer, Ernst Heermann (K), Karl Ramge - Hans Eberhard, Reinhold Franz, Josef Erb, Willi Pennig, Ludwig Günderoth
Trainer: Dr. Otto Neumann
 

1:0 Eiberger (46.)
2:0 Eiberger (85.)

   
Zuschauer: 60.000 Schiedsrichter: Carl Schütz (Düsseldorf)  


Spielbericht

Im Endspiel trafen zwei völlig unterschiedliche Mannschaften aufeinander. Mit dem 1. FC Nürnberg traf der sechsfache Deutsche Meister und Gewinner des ersten Pokalwettbewerbes 1935 auf die junge aufstrebende Elf des SV Waldhof. In den Reihen der Waldhöfer standen sieben Spieler, die das 21. Lebensjahr noch nicht erreicht hatten, während Nürnberg mit vier aktuellen Nationalspielern antrat. In der abgelaufenen Meisterschaftssaison waren die Nürnberger Gauliga-Fünfter geworden, während der SV Waldhof Platz vier in der Gauliga Baden erreicht hatte. Die Waldhöfer hatten für den Einzug in das Pokalfinale drei Halbfinalspiele absolvieren und nach drei Unentschieden das Losglück bemühen müssen. Im Endspiel hatten sie das Pech, dass ihr Stammtorhüter und dessen Vertreter nicht vom Kriegsdienst freigestellt worden waren, sodass mit Hubert Fischer Torwart Nr. 3 aufgeboten werden musste. Dagegen waren die Nürnberger im Vorteil, die zum einen mit Hans Uebelein einen ihrer wertvollsten Spieler von der Front zurückholen konnten und zum anderen den Saarbrücker Nationalspieler Wilhelm Sold aus Gastspieler einsetzen konnten. Unter diesen Umständen ging der SV Waldhof als Außenseiter in das Spiel. Trainer Neumann schickte seine Spieler mit der Anweisung auf das Feld, sich ohne Rücksicht auf große Namen von Anfang an durch die eigene Spielweise Respekt zu verschaffen. Dies wurde mit großem Einsatzwillen und Kampfkraft in der ersten Halbzeit umgesetzt, ohne jedoch zwingende Torgefahr erreichen zu können. Doch auch die Nürnberger blieben zunächst ungefährlich und fanden nicht das richtige Rezept gegen die gegnerische Spielweise, ihr eigenes Spiel wirkte zu behäbig. Nach deutlichen Worten ihres Trainers in der Halbzeitpause übernahmen die Spieler des 1. FC in den zweiten 45 Minuten energisch die Initiative. Hatte sie sich zuvor auf Konter verlassen, setzten sie nun voll auf die Offensive und hatten schon eine Minute nach Wiederanpfiff Erfolg, als ihr halbrechter Stürmer Max Eiberger die noch nicht richtig sortierte und unaufmerksame Waldhofer Deckung zum 1:0 überlisten konnte. Damit kehrte nun auch Ruhe in die Nürnberger Reihen ein, die fast ungehindert den Spielfluss bestimmen konnten. Auf der anderen Seite gelang es den Mannheimern nicht mehr, das Spielgeschehen in den Griff zu bekommen und Gefährlichkeit auszustrahlen. So fiel in der 85. Minute folgerichtig erneut durch Eiberger der 2:0-Endstand.

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