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von-Tschammer-Pokal
1938

  1.Runde      
28.08.38 Hindenburg Allenstein Preußen Danzig 2:0
28.08.38 TSV Swinnemünde Blau-Weiß 90 Berlin 1:5
28.08.38 BC Hartha Sportfreunde Klausberg 4:1
28.08.38 Brandenburger SC Militär TV Pommerensdorf 3:0
28.08.38 Polizei SV Berlin Vorwärts Rasensport Gleiwitz 2:3
28.08.38 SuSV Beuthen 09 Berliner SV 92 3:2
28.08.38 Stettiner SC Yorck Boyen Insterburg 1:1 n.V.
28.08.38 Victoria Hamburg FC Schalke 04 (TV) 4:3
28.08.38 1.SV Jena Hertha BSC Berlin 1:2
28.08.38 Preußen Greppin Dresdner SC 0:13
28.08.38 VfB Peine Hamburger SV 2:1 n.V.
28.08.38 Borussia Dortmund Phönix Lübeck 1:2
28.08.38 SV Dessau 05 Bewag Berlin 2:1
28.08.38 SpVgg. Röhlinghausen Werder Bremen 1:2
28.08.38 Westfalia Herne Sportfreunde Katernberg 5:1
28.08.38 Arminia Bielefeld Holstein Kiel 5:1
28.08.38 Polizei SV Lübeck Fortuna Düsseldorf 2:4
28.08.38 Rot-Weiß Essen FC St. Pauli 5:1
28.08.38 Opel Rüsselsheim Alemannia Aachen 2:1
28.08.38 Blau-Weiß Köln VfR Mannheim 1:7
28.08.38 SV Waldhof 07 Borussia Fulda 4:0
28.08.38 FC Hanau 93 VfB Mühlburg 0:4
28.08.38 Freiburger FC SV Hannover 96 3:1
28.08.38 VfB Stuttgart Phönix Karlsruhe 7:1
28.08.38 Bayern München Union Böckingen 7:0
28.08.38 SSV Ulm SpVgg. Fürth 3:2
28.08.38 Riesaer SV Wacker 04 Tegel 2:1
28.08.38 CSC 03 Kassel FSV Frankfurt 0:1
28.08.38 ASV Nürnberg Stuttgarter Kickers 4:2
28.08.38 SV Kleinsteinheim 1.FC Nürnberg 2:3 n.V.
28.08.38 Grün-Weiß Eschweiler SSVg. Velbert 3:1
28.08.38 Eintracht Frankfurt TSV 1860 München 1:2
  1.Runde, Wiederholungsspiel      
03.09.38 Yorck Boyen Insterburg Stettiner SC SSC verz.
  2.Runde      
11.09.38 TSV 1860 München Freiburger FC 3:1
11.09.38 1.FC Nürnberg SSV Ulm 2:1
11.09.38 VfB Stuttgart ASV Nürnberg 2:1
11.09.38 VfR Mannheim Bayern München 2:1
11.09.38 FSV Frankfurt BC Hartha 3:1
11.09.38 VfB Mühlburg VfB Peine 6:1
11.09.38 Grün-Weiß Eschweiler SV Waldhof 07 1:2
11.09.38 Fortuna Düsseldorf Opel Rüsselsheim 7:1
11.09.38 Westfalia Herne Victoria Hamburg 5:1
11.09.38 Werder Bremen Rot-Weiß Essen 2:3
11.09.38 Phönix Lübeck Arminia Bielefeld 3:2
11.09.38 Dresdner SC SuSV Beuthen 09 10:1
11.09.38 Vorwärts Rasensport Gleiwitz SV Dessau 05 2:1
11.09.38 Blau-Weiß 90 Berlin Riesaer SV 3:1
11.09.38 Hertha BSC Berlin Hindenburg Allenstein HA. verzi.
11.09.38 Yorck Boyen Insterburg Brandenburger SC 1:4
  Achtelfinale      
09.10.38 FSV Frankfurt Fortuna Düsseldorf 3:1
09.10.38 SV Waldhof 07 Westfalia Herne 6:0
09.10.38 VfB Mühlburg VfB Stuttgart 2:1
09.10.38 TSV 1860 München Dresdner SC 3:0
09.10.38 Branenburger SC Vorwärts Rasensport Gleiwitz 0:1
09.10.38 1.FC Nürnberg VfR Mannheim 1:0
09.10.38 Rot-Weiß Essen Hertha BSC Berlin 3:0
09.10.38 Blau-Weiß 90 Berlin Phönix Lübeck 1:0
  Viertelfinale (Altreich)      
06.11.38 SV Waldhof 07 Rot-Weiß Essen 3:2 n.V.
06.11.38 Blau-Weiß 90 Berlin TSV 1860 München 1:2
06.11.38 FSV Frankfurt VfB Mühlburg 3:1
06.11.38 Vorwärts Rasensport Gleiwitz 1.FC Nürnberg 2:4
  Viertelfinale (Ostmark)      
06.11.38 Vienna Wien Admira Wien 6:0
06.11.38 Rapid Wien Fiat Amateure Wien 5:1
06.11.38 Wiener SC  Wacker Wien 1:0
06.11.38 Grazer AK Austria Wien 3:2
  Viertelfinale (Groß-Deutschland)      
27.11.38 1.FC Nürnberg Vienna Wien 3:1
27.11.38 SV Waldhof 07 Rapid Wien 2:3
27.11.38 TSV 1860 München FSV Frankfurt 1:2 n.V.
27.11.38 Wiener SC Grazer AK 6:1
  Halbfinale      
11.12.38 Rapid Wien 1.FC Nürnberg 2:0
11.12.38 FSV Frankfurt Wiener SC 3:2

Endspiel

8. Januar 1939 im Olympiastadion, Berlin  
3:1
Rapid Wien FSV Frankfurt  
Rudolf Raftl - Heribert Sperner, Rudolf Schlauf - Franz Wagner, Johann Hofstätter, Stefan Skoumal - Franz Hofer, Georg Schors, Franz Binder (K), Wilhelm Holec, Johann Pesser
Trainer: Leopold Nitsch
Hans Wolf - Willy May, Heinrich Schweinhardt - Arthur Böttgen, Heiner Dietsch, Fritz Fend - Bubi Armbruster (K), Karl Heldmann, Franz Dosedzal, Franz Faust, Heinrich Wörner
Trainer: Martin Elling
 
1:1 Schors (80.)
2:1 Hofstätter (85.)
3:1 Binder (90.)
0:1 Dosedzal (17.)  
Zuschauer: 38.000 Schiedsrichter: Rühle (Merseburg)  


Spielbericht:

Der FSV Frankfurt ging als Fünfter der Gauliga Südwest 1937/38 gegen den österreichischen Meister 1937/38 Rapid Wien in das Endspiel. Während die Frankfurter Spieler nur Mittelmaß darstellten, konnten die Wiener fünf aktuelle österreichische Nationalspieler aufbieten, allen voran Kapitän Franz Binder, der bereits 19-mal für Österreich gespielt hatte. Frankfurt war zusätzlich gehandicapt, weil es auf seinen nach einem Platzverweis im Halbfinale gesperrten Stürmer Heinrich Schuchardt verzichten mussten. Allerdings konnten die Hessen darauf verweisen, dass sie seit neun Monaten in der Gauliga ungeschlagen waren. Bei Schneeregen bestimmten zunächst die Frankfurter das Spiel, denen die schlechten Platzverhältnisse bei ihrer kämpferischen Spielweise zugute kamen. Schon bald bahnte sich eine Überraschung an, als Frankfurts Mittelstürmer Franz Dosedzal mit einem Kopfballtor seine Mannschaft in der 17. Minute in Führung brachte. Bis weit in die zweite Halbzeit hinein blieb der FSV weiterhin optisch überlegen, während die Wiener auf dem schlüpfrigen Boden ihren Spielfluss nicht fanden und eher mit Härte den Erfolg suchten. Mehrfach musste ihr Torwart Rudolf Raftl bei Frankfurter Torchancen eingreifen. Nach einer Stunde mussten die Hessen jedoch ihrer Kräfte zehrenden Spielweise Tribut zollen. Als ihr rechter Verteidiger Willy Mai in der 69. Minute verletzt ausscheiden musste, brach das Frankfurter Spiel endgültig zusammen. Die Wiener, bekannt für ihre gefährliche letzte Viertelstunde, konnten das Spiel nun nach ihrem System gestalten und nutzten in der 80. Minute ihre Überlegenheit zum Ausgleichstor durch ihren halbrechten Angreifer Georg Schors. Bereits fünf Minuten später ging Rapid durch einen sehenswerten 25-Meter-Schuss des Mittelfeldspielers Johann Hofstätter in Führung, und unmittelbar vor dem Schlusspfiff sorgte Franz Binder aus abseitsverdächtiger Position für das alles entscheidende 3:1 für Rapid Wien. Der Frankfurter Anhang konnte die Niederlage nicht verwinden und sah seine Mannschaft durch Schiedsrichter Fritz Rühle betrogen. Zahlreiche Zuschauer stürmten auf den Platz, auf den Tribünen wurde skandiert: „Tschammer von Osten - Dein Pokal, der soll verrosten!” - eine ungewöhnliche Provokation im nationalsozialistischen Staat.

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