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Mitropapokal 1937

vom 13. Juni bis 24. Oktober 1937

Achtelfinale      
Venus Bukarest Ujpest Budapest 4:6, 1:4
Grasshoppers Zürich SK Prostejov 4:3, 2:2
FC Genua 93 Gradanski Zagreb 3:1, 3:0
AGC Bologna Austria Wien 1:2, 1:5
Admira Wien Sparta Prag 1:1, 2:2
Slavia Prag Ferencvaros Budapest 2:2, 1:3
Hungaria MTK Budapest Lazio Rom 1:1, 2:3
Vienna Wien Young Fellows Zürich 2:1, 0:1
Wiederholungsspiele      
Sparta Prag Admira Wien 0:2 in Budapest
Young Fellows Zürich Vienna Wien 0:2
Viertelfinale      
Admira Wien FC Genua 93 2:2*
Austria Wien Ujpest Budapest 5:4, 2:1
Lazio Rom Grasshoppers Zürich 6:1, 2:3
Ferencvaros Budapest Vienna Wien 2:1, 0:1
Wiederholungsspiel      
Ferencvaros Budapest Vienna Wien 2:1
Halbfinale      
Austria Wien Ferencvaros Budapest 4:1, 1:6
Lazio Rom Freilos  

* Aufgrund von Auseinandersetzungen nach dem Hinspiel in Wien zwischen Österreichern und Genuesen und dem schlechten Zustand des Stadions in Genua gab der Polizeipräsident von Genua an keine Haftung für die Sicherheit übernehmen zu können, worauf das italienische Außenministerium das Rückspiels absagte. Das Mitropapokalkomittee beschloss daraufhin beide Mannschaften vom Turnier auszuschließen.

1. Endspiel

12. September 1937 Ülloi üt, Budapest  
Ferencvaros Budapest

Lazio Rom

4:2
Jozsef Hada - Sandor Tatrai, Lajos Koranyi - Bela Magda, Gyula Polgar, Bela Szekely - Mihai Tänzer, Gyula Kiss, György Sarosi, Geza Toldi, Tibor Kemeny
Trainer: Emil Rauchmaul
Giacomo Blason - Benedetto Zaccone, Alfredo Monza - Guiseppe Viani, Luigi Milano - Umberto Busani, Libero Marchini, Silvio Piol, Bruno Camolese, Giovanni Costa
Trainer: Jozsef Viola
 
1:0 Toldi (22.)
2:1 Sárosi (53.)
3:1 Sárosi (59., Elfmeter)
4:2 Sárosi (73., Elfmeter)
1:1 Busani (26.)
3:2 Piola (64.)
 
Zuschauer: 32.000 Schiedsr.: Gustav Krist (Tschechoslowakei)  

In diesem Final-Hinspiel waren beide Teams etwa gleichstark, obgleich sie unterschiedliche Stärken besaßen. Der Unterschied, der den Sieg der "Franzstädter" ergab, waren die beiden Elfmeter, die von Dr. György Sárosi verwandelt wurden. Ansonsten zeigten sich beide Seiten sehr temperamentvoll und leidenschaftlich, nur einmal gerieten Géza Toldi und der ungarische Trainer der Römer, József Viola, heftig aneinander.

2. Endspiel

24. Oktober 1937 Stadio PNF, Rom  
Lazio Rom

Ferencvaros Budapest

4:5
Vincenzo Provera - Benedetto Zaccone, Alfredo Monza - Guiseppe Baldo, Guiseppe Viani, Luigi Milano - Umberto Busani, Libero Marchini, Silvio Piola, Bruno Camolese, Giovanni Cista
Trainer: Jozsef Viola
Jozsef Hada - Sandor Tatrai, Lajos Koranyi - Bela Magda, Gyula Polgar, Gyula Lazar - Mihai Tänzer, Gyula Kiss, György Sarosi, Geza Toldi, Tibor Kemeny
Trainer: Emil Rauchmaul
 
1:0 Costa (4.)
2:2 Piola (19.)
3:2 Piola (24.)
4:2 Piola (36.)
1:1 Sárosi (6., Elfmeter)
1:2 Sárosi (8.)
4:3 Toldi (37.)
4:4 Kiss (71.)
4:5 Sárosi (80.)
 
Zuschauer: 35.000 Schiedsrichter: Hans Wütherich (Schweiz)  

 

Auch das Finalrückspiel, das erst sechs Wochen später stattfand, wurde wieder zu einer Gala-Show zwei der drei besten Mittelstürmer Europas: Der Ungar Dr. György Sárosi, der auch ein großartiger Kombinationsspieler und extrem kopfballstark war sowie fast mühelos in die Luft sprang, und auf der anderen Seite der schnelle Torjäger und Luftakrobat Silvio Piola. Beide erzielten auch je drei Tore in diesem zweiten Endspiel.

Bei regnerischem Wetter stürmten die Römer von Beginn an bedingungslos und ließen sich auch durch einen vorübergehenden Torrückstand nicht von ihrer Linie abbringen. In einer dramatisch verlaufenen ersten Halbzeit mit einem Hat-trick von Silvio Piola waren sieben Tore gefallen. Nach dem Seitenwechsel profitierten die Ungarn von ihrer ökonomischeren Spielweise. Richtungsweisend war dann die 61. Spielminute, als Silvio Piola mit einem Elfmeter am Budapester Torhüter József Háda scheiterte. Am Ende gewann der Ferencvárosi TC gar noch, wobei Dr. György Sárosi den Schlußpunkt setzte. Es war eine große Fußballdemonstration auf hohem Niveau, zu der beide Teams gleichermaßen beitrugen. Ferencvárosi TC hatte nach 1928 zum 2. Mal den Mitropa Cup gewonnen.

 


Mitropapokal Gewinner 1937: Ferencvaros Budapest

 

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