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Mitropapokal 1935

vom 15. Juni bis 15. September 1935

Achtelfinale      
Admira Wien Hungaria MTK Budapest 3:2, 1:7
AS Rom Ferencvaros Budapest 3:1, 0:8
Ujpest Budapest AC Florenz 0:2, 3:4
Ambrosiana-Inter Mailand Austria Wien 2:5, 1:3
Zidenice Brünn Rapid Wien 3:2, 2:2
Viktoria Pilsen Juventus Turin 3:3, 1:5
Szeged FC Slavia Prag 1:4, 0:1
Vienna Wien Sparta Prag 1:1, 3:5
Viertelfinale      
Slavia Prag Austria Wien 1:0, 1:2
Sparta Prag AC Florenz 7:1, 1:3
Zidenice Brünn Ferencvaros Budapest 4:2, 1:6
Hungaria MTK Budapest Juventus Turin 1:3, 1:1
Wiederholungsspiel      
Austria Wien Slavia Prag 5:2
Halbfinale      
Sparta Prag Juventus Turin 2:0, 1:3
Ferencvaros Budapest Austria Wien 4:2, 2:3
Wiederholungsspiel      
Sparta Prag Juventus Turin 5:1 in Basel

1. Endspiel

8. September 1935 Ülloit üt, Budapest  
Ferencvaros Budapest

Sparta Prag

2:1
Jozsef Hada - Gyula Polgar, Lajos Koranyi - Karoly Mikes, Janos Mores, Nandor Ban - Mihai Tänzer, Gyula Kiss, György Sarosi, Geza Toldi, Tibor Kemeny
Trainer: Zoltan Blum
Bohumil Klenovec - Jaroslav Burgr, Josef Ctyroky, Josef Kostalek, Jaroslav Boucek, Erich Srbek - Ferdinand Faczinek, Oldrich Zajicek, Raymond Braine, Oldrich Nejedly, Geza Kalocsay
Trainer: Ferenc Szedlacsek
 
1:0 Toldi (16.)
2:0 Kiss (27.)
2:1 Braine (71.)  
Zuschauer: 34.000 Schiedsrichter: William Walden (England)  

Die Prager mit ihrem ungarischen Trainer ließen die Gastgeber anrennen und begnügten sich mit einer Verteidigungsschlacht. Nach einer halben Stunde schien dies die falsche Taktik gewesen zu sein, denn FTC führte bereits 2:0. Doch nach dem Seitenwechsel erwies sich die Taktik als richtig, nachdem weitere Gegentreffer vermieden werden konnten und Ferencvárosi nun ein Opfer des eigenen hohen Anfangstempos wurde. So war ein Prager Treffer fast schon eine logische Folge, zudem mußte Dr. Sárosi infolge einer Gesichtsverletzung noch das Spielfeld verlassen.

2. Endspiel

15. September 1935 Masaryk Stadion, Prag  
Sparta Prag

Ferencvaros Budapest

3:0
Bohumil Klenovec - Jaroslav Burgr, Josef Ctyroky - Josef Kostalek, Jaroslav Boucek, Ludevit Rado - Ferdinand Faczinek, Oldrich Zajicek, Raymond Braine, Oldrich Nejedly, Geza Kalocsay
Trainer: Ferenc Szedlacsek
Jozsef Hada - Gyula Polgar, Lajos Koranyi - Karoly Mikes, Janos More, Nandor Ban - Mihai Tänzer, Gyula Kiss, György Sarosi, Geza Toldi, Tibor Kemeny
Trainer: Zoltan Blum
 
1:0 Facsinek (26.)
2:0 Braine (34.)
3:0 Braine (69.)
   
Zuschauer: 56.000 Schiedsrichter: Albert Fogg (England)  

 Die Tschechoslowaken hatten das Spiel in das neue Masaryk-Stadion verlegt, in dem mehr Zuschauer Platz fanden. Unmittelbar vor  Spielbeginn stürmten noch einige Tausend Fans, die keine Eintrittskarten bekommen hatten, das Stadion und besetzten die Laufbahn. Erst als diese einen Meter rund um das Spielfeld zurückwichen, pfiff der sehr gute englische Referee die Begegnung an.

Die Sparta-Elf war wieder sehr gut eingestellt und spielfreudig. Vor allem die Läuferreihe der Prager war besser als jene des Gegners. Das 2:0 wurde durch einen groben Fehler des Budapester Torhüters József Háda begünstigt. Dem 3:0 ging ein grandioser Alleingang des Belgiers Raymond Braine vorraus, der fünf Gegenspieler und den gegnerischen Torhüter narrte. Raymond Braine besaß eine verblüffende Technik und viele Tricks, war zudem ein überragender Kombinationsspieler, Solist und Torjäger. Er zählte in den 30er Jahren zu den besten Stürmern Europas und war das absolute Trumpfas von Sparta - wie auf der Gegenseite Dr. György Sárosi.

Die Überreichung der Mitropa-Trophäe war nur unter polizeilicher Mithilfe möglich, da nach dem Schlußpfiff Tausende Fans auf das Spielfeld strömten. AC Sparta hatte nach 1927 als zweiter Verein den Mitropa Cup zum 2. Mal gewonnen.

 


Mitropapokal Gewinner 1935: Sparta Prag

 

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