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Mitropapokal 1933

vom 21. Juni bis 8. September 1933

Viertelfinale      
Slavia Prag Austria Wien 3:1, 0:3
Ujpest Budapest Juventus Turin 2:4, 2:6
Hungaria MTK Budapest Sparta Prag 2:3, 1:2
Vienna Wien Ambrosiana-Inter Mailand 1:0, 0:4
Halbfinale      
Austria Wien Juventus Turin 3:0. 1:1
Ambrosiana-Inter Mailand Sparta Prag 4:1, 2:2

1. Endspiel

3. September 1933 Stadio Arena Civica, Mailand  
Ambrosiana-Inter Mailand

Austria Wien

2:1
Carlo Ceresoli - Paolo Agosteo, Luigi Allemandi - Alfredo Pitto, Riccardo Faccio, Armando Castellazzi - Francisco Frione, Renato De Manzano, Guiseppe Meazza, Attilio Demaria, Virgilio Felice Levratto
Trainer: Arpad Weisz
Johann Billich - Karl Graf, Walter Nausch - Matthias Najemnik, Johann Mock, Karl Gall - josef Molzer, Josef Stroh, Matthias Sindelar, Camillo Jerusalem, Rudolf Viertl
Trainer: Josef Blum
 
1:0 Meazza (40.)
2:0 Levratto (41.)
2:1 Viertl (77.)  
Zuschauer: 35.000 Schiedsrichter: Ferenc Klug (UNG)  

Mit dem Duell der beiden grandiosen Mittelstürmer Giuseppe Meazza und Matthias Sindelar waren große Erwartungen verknüpft, die durch die stimmengewaltige Kulisse noch forciert wurde. Doch dann nahm das Match einen völlig unerwarteten Verlauf. In der 18. Minute verletzte sich Virgilio Felice Levratto, so daß er vorübergehend nicht weiterspielen konnte. Dadurch gewannen die "Violetten" die Oberhand, doch in der 23. Minute hielt der italienische Torhüter Carlo Ceresoli einen Elfmeter von "Pepi" Stroh. Es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, wann Austria in Führung gehen würde. Doch innerhalb von weniger als  zwei Minute änderte sich alles. Erst verwandelte Giuseppe Meazza einen Eckball und dann war der zurückgekehrte verletzte Levratto trotz eines Muskelfaserrißes zur Stelle. In der 2. Spielhälfte waren die Mailänder trotz ihrer drei Südamerikaner den Wienern im Feldspiel unterlegen, aber den Gästen gelang nur noch der Anschlußtreffer.

2. Endspiel

8. September 1933 Praterstadion, Wien  
Austria Wien

Ambrosiana-Inter Mailand

3:1
Johann Billich - Karl Graf, Walter Nausch - Matthias Najemnik, Johannn Mock, Karl Adamek - Josef Molzer, Josef Stroh, Matthias Sindelar, Camillo Jerusalem, Rudolf Viertl
Trainer: Josef Blum
 
Carlo Ceresoli - Paolo Agosteo, Luigi Allemandi (77. Platzverweis) - Alfredo Pitto, Guiseppe Viani, Riccardo Fraccio - Francisco Frione, Pietro Serantoni, Guiseppe Meazza, Armando Castellazzi, Attilio Demaria (75. Platzverweis)
Trainer: Arpad Weisz
 
 
1:0 Sindelar (45., Elfmeter)
2:0 Sindelar (80.)
3:1 Sindelar (88.)
 
2:1 Meazza (85.)  
Zuschauer: 58.000 Schiedsrichter: Frantisek Cejnar (Tschech.)  

 Das Rückspiel in Wien wurde zu einem Triumphzug des besten österreichischen Fussballers aller Zeiten, Matthias "Papierne" Sindelar. Zunächst sorgte er für ein spielerisches Übergewicht des FK Austria und kurz vor dem Seitenwechsel verwandelte er einen Elfmeter. Nach der Halbzeitpause düpierte Sindelar die Gegner serienweise. Nach einem solchen Soloritt erzielte er auch das 2:0. Doch die Ereignisse begannen sich erneut schon wenige Minuten zuvor zu überstürzen. Binnen drei Minuten wurden zwei Ambrosiana-Spieler wegen groben Foulspiels des Feldes verwiesen.

In Unterzahl schafften die Mailänder durch Giuseppe Meazza dennoch den Anschlußtreffer. Ein weiterer regulär erzielter Treffer der Italiener (Serantoni) wurde nicht anerkannt und den Wienern wurde ein klarer Penalty verweigert. Alle schienen bereits mit einem Entscheidungsspiel zu rechnen, da nahm der famose Matthias Sindelar einen Flankenball von Josef Molzer volley und hämmerte den Ball in den Dreiangel. Ein sagenhaftes Tor, mit dem Austria den Mitropa Cup gewann. Der unvergeßliche "Sindi" Sindelar, einer der weltbesten Fussballer der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts hatte seine an diesem Tag märchenhafte Leistung gekrönt. Die Italiener haderten ein wenig mit dem Schicksal, mehr mit dem tschechoslowakischen Referee, erkannten aber die außergewöhnlichen Leistungen des legendären Sindelar an.

DAS VIDEO ZUM SPIEL


Mitropapokal Gewinner 1933: Austria Wien

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