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Endrunde 1943

  Qualifikation      
11.04. Holstein Kiel TSG Rostock 4:0
18.04. TSG Rostock Holstein Kiel 1:1
  Vorrunde      
02.05. VfB Stuttgart TSV 1860 München 0:3
02.05. 1.FC Nürnberg VfR Mannheim 1:3
02.05. FV Saarbrücken FC Mülhausen 93 5:1
02.05. SV 06 Kassel-Rothenditmold FC Schalke 04 1:8
02.05. Vienna Wien Militär SV Brünn 5:2
02.05. TuS Neuendorf Victoria köln 0:2
02.05. Germania Königshütte Luftwaffen SV Reinecke Brieg 3:4 n.V.
02.05. Eintracht Braunschweig Victoria Hamburg 5:1
02.05. DWM Posen Ordnungspolizei Warschau 1:3
02.05. Berliner SV 92 Luftwaffen SV Püttnitz 2:2 n.V.
02.05. SV Dessau 05 Dresdner SC 1:2
02.05. VfB Königsberg SV 19 Neufahrwasser 3:1
  Holstein Kiel Freilos  
  SpVgg. Wilhelmshaven Freilos  
  Kickers Offenbach Freilos  
  Westende Hamborn Freilos  
  Wiederholungsspiel      
09.05. Luftwaffen SV Püttnitz Berliner SV 92 0:2
  Achtelfinale      
16.05. FC Schalke 04 SpVgg. Wilhelmshaven 4:1
16.05. TSV 1860 München Kickers Offenbach 2:0
16.05. Dresdner SC Eintracht Braunschweig 4:0
16.05. VfR Mannheim Westende Hamborn 8:1
16.05. Victoria Köln FV Saarbrücken 0:5
16.05. Luftwaffen SV Reinecke Brieg Vienna Wien 0:8
16.05. Berliner SV 92 Holstein Kiel 0:2
16.05. Ordnungspolizei Warschau VfB Königsberg* 1:5
  Viertelfinale      
30.05. FV Saarbrücken VfR Mannheim 3:2
30.05. Holstein Kiel FC Schalke 04 4:1
30.05. Vienna Wien TSV 1860 München 2:0
30.05. SV 19 Neufahrwasser Dresdner SC 0:4
  Halbfinale      
13.06. Dresdner SC Holstein Kiel 3:1 in Hannover
13.06. FV Saarbrücken Vienna Wien 2:1 in Stuttgart
  Spiel um den 3. Platz      
26.06. Holstein Kiel Vienna Wien 4:1 in Berlin

* wegen des Einsatzes eines nicht spielberechtigten Akteurs im Spiel gegen Neufahrwasser in der 1. Runde wurde der VfB Königsberg nachträglich ausgeschlossen, der ausgeschiedene SV Neufahrwasser nahm den Platz ein

Endspiel

Sonntag, 27. Juni 1943 im Olympiastadion, Berlin  
3:0
Dresdner SC FV Saarbrücken  
Willibald Kreß - Herbert Pechan, Heinz Hempel - Herbert Pohl, Walter Dzur, Helmut Schubert - Heinz Kugler, Heinz Schaffer, Richard Hofmann, Helmut Schön, Franz Erdl
Trainer: Georg Köhler
Karl Dalheimer - Karl Decker, Heinrich Schmitt - Heinz Plückhan, Wilhelm Sold, Hans Herberger - Heinz Kursiefer, Herbert Baier, Herbert Binkert, Jakob Balzert, Herbert Dorn
Trainer: unbekannt
 
1:0 Erdl (52.)
2:0 Schubert (60.)
3:0 Kugler (84.)
   
Zuschauer: 80.000 Schiedsrichter: Raspel (Düsseldorf)  

In der 36. deutschen Meisterschaftssaison 1942/43 wurden die Kriegsauswirkungen immer stärker.

Nicht nur Treibstoff- und Transportmittelmangel erschwerten den Spielbetrieb, sondern in zunehmenden Maße auch die immer häufigeren und schwerer werdenden Bombenangriffe der Alliierten, die nicht nur die Infrastruktur immer stärker schädigten, sondern auch wegen Bombenalarms so manchen Spielabbruch erzwangen. Hinzu kam nun auch bei den erstklassigen Vereinen ein immer stärkerer Spielermangel, woraufhin immer mehr Vereine sich zu sogenannten Kriegssportgemeinschaften (KSG) zusammenschlossen, um ein spielfähiges Team zusammen zu bekommen.

Dafür wurde die sportliche Bedeutung der militärischen Sportvereine, wie die Luftwaffen-, Wehrmachts- und Heeressportvereine, immer größer; sie profitierten von der Einberufung guter Spieler, die an ihren jeweiligen Standorten nun den Militärvereinen zur Verfügung standen. Allerdings waren diese Vereine dann sehr stark von Truppenverlegungen betroffen, die zu sehr großen Leistungsschwankungen führten oder gar den Rückzug aus der laufenden Saison erforderlich machten.

Mit Saisonbeginn wurde wieder die Bezeichnung Sportgau analog zur regionalen Gliederung der NSDAP eingeführt. Die Schwierigkeiten im Transportwesen führten zu einer weiteren Aufteilung der Sportgaue, so wurde der bisherige Sportbereich Nordmark in die drei Gaue Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg aufgeteilt, der Sportbereich Niedersachsen in die Gaue Weser-Ems und Südhannover-Braunschweig. Auch der Sportbereich Bayern wurde in einen nördlichen und einen südlichen Bereich aufgegliedert. Damit stieg die Zahl der Endrundenteilnehmer auf 29.

Zum ersten Mal deutscher Meister wurde der Dresdner SC. Nach der Vizemeisterschaft von 1940 und den zwei Pokalerfolgen gelang nun auch der Gewinn der Meisterschaft. Der Finalgegner kam mit dem FV Saarbrücken zum ersten Mal aus dem Saargebiet, dem äußersten Südwesten des Reiches. Der Vorläuferverein des heutigen 1. FCS, hatte dabei im Halbfinale den großen Favoriten Vienna FC 1894, den amtierenden Vizemeister, besiegt. Titelverteidiger FC Schalke 04 schied überraschend bereits im Viertelfinale aus; es war das schwächste Abschneiden der Gelsenkirchener seit 1931.

Quelle: wikipedia

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