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Endrunde 1933

  Vorrunde      
07.05. VfL Benrath SV 1860 München 0:2 in Köln
07.05. Hindenburg Allenstein Hertha BSC Berlin 4:1
07.05. SuSV Beuthen 09 Prussia Saml. Königsberg 7:1
07.05. FSV Frankfurt Polizei SV Chemnitz 6:1
07.05. Dresdner SC Arminia Hannover 1:2 n.V.
07.05. Hamburger SV Eintracht Frankfurt 1:4
07.05. Fortuna Düsseldorf Vorw. Rasensport Gleiwitz 9:0
14.05. FC Schalke 04 Viktoria 89 Berlin 4:1 in Dortmund
  Viertelfinale      
21.05. Eintracht Frankfurt Hindenburg Allenstein 12:2
21.05. FC Schalke 04 FSV Frankfurt 1:0 in Essen
21.05. Arminia Hannover Fortuna Düsseldorf 0:3
21.05. SV 1860 München SuSV beuthen 09 3:0 in Nürnberg
  Halbfinale      
28.05. Fortuna Düsseldorf Eintracht Frankfurt 4:0 in Berlin
28.05. FC Schalke 04 SV 1860 München 4:0 in Leipzig

Endspiel

Sonntag, 11. Juni 1933 im Müngersdorferstadion, Köln  
3:0
Fortuna Düsseldorf FC Schalke 04  
Willi Pesch - Kurt Trautwein, Paul Bornefeld - Paul Janes, Jakob Bender, Theo Breuer - Paul Mehl, Willi Wigold, Georg Hochgesang, Ernst Zwolanowski, Stanislaus Kobierski
Trainer:Heinz Körner
Hermann Mellage - J.Wohlgemuth, Ferdinand Zajons - Otto Tibulski, Hans Bornemann, Valentin Valentin - Hans Rosen, Fritz Szepan, Hermann Nattkämper, Ernst Kuzorra, Emil Rothardt
Trainer:Kurt Otto
 
1:0 Zwolanowski (10.)
2:0 Mehl (70.)
3:0 Hochgesang (85.)
   
Zuschauer: 60.000 Schiedsrichter: Alfred Birlem (Berlin)  


Die Endphase der sechsundzwanzigsten Deutschen Fußballmeisterschaft fand bereits nach der „Machtübernahme“ durch die Nationalsozialisten statt. Von den umwälzenden Veränderungen und Gleichschaltungen blieb auch der Fußball nicht verschont. Unmittelbar nach dem Reichstagsbrand wurde die Kampfgemeinschaft für Rote Sporteinheit („Rotsport“) zwangsaufgelöst und deren Führer inhaftiert, nur kurze Zeit später traf es den ATSB. Beide Verbände konnten demzufolge ihre Meisterschaften nicht beenden.

Auch der Deutsche Fußball-Bund war von den Veränderungen betroffen. Am 28. April 1933 wurde der Posten des Reichskommissars für Turnen und Sport geschaffen und mit dem SA-Mitglied Hans von Tschammer und Osten besetzt. Der bisher bestehende Deutsche Reichsausschuss für Leibesübungen löste sich „freiwillig“ auf. Damit hatten die Nationalsozialisten den Anfang gemacht, den gesamten Sport unter ihre Kontrolle zu bringen; weitere Schritte sollten folgen. Die Vereine mussten sich im Mai alle eine Einheits-Satzung geben. Wesentliche Punkte waren dabei die Einführung des Führerprinzips und der Ausschluss jüdischer Mitglieder.

Sportlich brachte diese Meisterschaft den Durchbruch für den westdeutschen Fußball. Bisher hatten die westdeutschen Vereine nur einmal im Jahre 1913 einen Finalisten gestellt. In dieser Saison gab es gleich ein rein westdeutsches Finale, das überraschend von Fortuna Düsseldorf gewonnen wurde. Die Fortuna feierte damit ihren ersten und bisher einzigen deutschen Meistertitel. Es gab deutliche Parallelen zum Vorjahr, denn auch in diesem Jahr hatten sich beide Finalkontrahenten bereits im regionalen Meisterschaftsfinale gegenüber gestanden, und auch dort hatte die im deutschen Endspiel unterlegene Mannschaft das Duell gewonnen.

Quelle: wikipedia

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